Du bist hierSchöner Abschied von den dritten "Pfefferkörnern"
Schöner Abschied von den dritten "Pfefferkörnern"
Gestern ging mit der 13. Episode die 6. Staffel der "Pfefferkörner" zuende. Beruhigt durften wir mit ansehen, dass aus Lilly (Laura Gabriel) und Laurenz (Tim Tiedemann) doch noch ein Paar geworden ist. (Obwohl ich persönlich ja immer noch finde, dass Max besser zu Lilly gepasst hat).
Damit nahm die 3. Generation der Pfefferkörner jetzt ihren Serienabschied. Die Dreharbeiten mit der 4. Generation sollen diesen Sommer beginnen.
Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um den Produzenten der Pfefferkörner einmal meinen Dank und meine Anerkennung auszusprechen: Genau so sollte meiner Meinung nach Kinderfernsehen sein. Nach den etwas schwächeren Stories und (teilweise) Darstellern der 2. PK-Generation, haben die Pfefferkörner mit dieser Staffel wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Man merkt an jeder Szene, dass hier ein hochprofessionelles Team am Werke ist. Die Dialoge sind fantastisch, jede Folge ist dramaturgisch super aufgebaut und die Regie holt aus den Top-Darstellern das Maximum raus.
Nachdem ich eigentlich nur zufällig die zweite Folge dieser Staffel angesehen habe (eigentlich ging es mir nur um einen Gastauftritt von Jessica Rusch (der ebenfalls fantastisch spielenden "Karo" aus "4 gegen Z")), bin ich nach der 2. Episode dieser Staffel wieder hängengeblieben an den Geschichten aus der Speicherstadt.
Natürlich war daran auch Ausnahmeschönheit Laura Gabriel beteiligt. Sie ist einfach unglaublich süß - und hat den verträumtest-schönsten Blick aller Zeiten. Und Mira Lieb steht ihr fast in nichts nach. Aber es ist auch jemand wie Tim Tiedemann, der den Laurenz dermaßen gut verkörpert, wie ich es seit den Zeiten von Julian Paeth als "Fiete" nicht mehr für möglich gehalten hätte. Beide haben einen ähnlichen trockenen Humor, was jetzt gerade in der letzten Folge noch mal deutlich wurde, als Laurenz Lilly erzählen will, er wär "schon ganz lange... also seit vorhin" in Canan verliebt.
Erwähnenswert auch Nina Flynn als das Nesthäkchen "Marie", die eine fantastische Schauspielerin ist - und das in dem Alter. Aus ihr könnte einmal eine ganz Große werden. Nur Moritz Glaser als "Karol" fand ich persönlich nicht so stark, was aber dem insgesamt sehr guten Team keinen Abbruch tut.
Die Latte für die 4. Pfefferkörner-Generation hängt jedenfalls jetzt sehr hoch. Hoffen wir also auf weitere sehr gute Unterhaltung. Die Schloss-Einstein-Produzenten täten gut daran, beim Studio Hamburg mal ein halbes Jahr in die Lehre zu gehen. Denn dort kann man lernen, wie man wirklich gutes Kinderfernsehen macht und nicht nur von dem Namen profitiert, den andere aufgebaut haben.
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Laurenz und Marie sind mit ihren Eltern nach Kapstadt ausgewandert und die anderen 3 kommen mit. Yeliz und Karol über die Sommerferien und Lilly ein ganzes Jahr.
Wirklich schade, dass es mit dieser Generation schon wieder vorbei ist. Anfangs war ich skeptisch, ob man die Pfefferkörner wieder zum Leben erwecken kann mit komplett neuen Leuten. Die ersten beiden Generationen wurden ja durch Aglaja Brix zusammengehalten (die ich sowieso immer am besten fand), deshalb war der Bruch da nicht so groß. Aber die Neuen haben es tatsächlich geschafft, dass ich mir jede Folge angesehen habe (bis auf die erste, die ich auch verpennt hab). Das ist ein Dream-Team: Wirklich talentierte Schauspieler, sehr gut als Gruppe gecastet, als Individuen alle spannend.
Auf der anderen Seite fand ich das Tempo der Folgen nun fast zu hoch - zu routiniert wurden da Fälle gelöst, zu reibungslos ist das Team aufeinander abgestimmt, zu aufwendig, exotisch und doch selbstverständlich die technische Ausrüstung. Klar, die Zuschauer wissen inzwischen, wie professionell Pfefferkörner arbeiten, da muss man nicht jedesmal den technischen Urschleim neu herbeten. Trotzdem: Mir war das Kriminalistische oft zu weit von der Realität entfernt und zu lieblos erzählt. Dafür war das Persönliche zwischen den Pfefferkörnern oft extrem schön gemacht.
Herausstellen möchte ich hier ebenfalls die Ausstrahlung und Schönheit von Laura Gabriel, von der man nur hoffen kann, dass sie Vijessna Ferkic nachfolgt und weiter vor der Kamera steht. Und: Nina Flynn ist nicht nur süß und hübsch, sondern hat eine ganz tolle Sprechstimme, die sie aber bitte *nicht* für Synchron verwenden soll, sondern auch vor der Kamera, da gehört sie nämlich hin.
Das mit der technischen Ausrüstung stimmt natürlich, aber das war in den ersten Staffeln auch schon so. Cem hatte auch immer Computerprogramme, die es bis heute so noch nicht gibt.
Ich finde es ganz gut, dass das Persönliche bei diesen etwas stärker und das Kriminalistische etwas weniger hervorgehoben wurde. Man merkt ja schon, dass die Fälle sich auch irgendwie wiederholen, und bei solchen Talenten hat man daraus das beste gemacht und den Figuren etwas mehr Tiefe verliehen.
2x Full ACK!
Auch wiedersehen, ihr 3.Staffel. Was hatte CEM den für Software, ich kann mich nur an das Sidux, die Peilsender Software und das gefälschte google erinnern!
Gruß
NIKO